>>>Wie man Madrid besucht und sich wie zu Hause fühlt

Wie man Madrid besucht und sich wie zu Hause fühlt

Auch wenn du nur für ein Wochenende kommst, du sagst beim Betreten einer Bar „una caña, por favor”, also „ein Bier, bitte“, und zählst bereits als zugehörig. Es ist einfach, sich als Teil von Madrid zu fühlen. Folge einfach den Optionen, die wir hier vorschlagen.
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an sagt, es ist ein Glücksfall, nicht in Madrid geboren zu sein, denn sonst könnte man sich die Stadt nicht erträumen. Und wer lang genug davon geträumt hat, muss Madrid schließlich erleben. Die spanische Hauptstadt war schon immer eine jener Städte, in der man sich nicht fremd fühlt – auch als Besucher nicht. Die folgenden sechs Vorschläge ermöglichen dir, den „Ausweis als Madrider” an einem einzigen Wochenende zu erhalten.

Den Aperitif einnehmen und nicht nach Bier oder Wein fragen

Es ist keine Pflicht, aber wir empfehlen, einen Wermut zu bestellen. Das klassische Getränk auf der Basis von Wein und aromatischen Pflanzen erlebt in den Bars von Madrid ein Revival. Besonders zum Aperitif (zwischen Frühstück und Mittagessen), denn Wermut regt den Appetit mehr an als Bier. Serviert mit Orangenschalen und Oliven, passt er hervorragend zu guten Pommes frites, Gurken und Fischtapas. Du kannst ihn in jeder Bar in Madrid finden und bestellen. Allerdings wird es dir an Orten wie La hora del vermut (Stadtteil Retiro) schwer fallen, dich zu entscheiden. Hier gibt es mehr als 80 Varianten, darunter auch einige limitierte. Im Zentrum wirst du im überfüllten Mercado de San Miguel auf einen entsprechenden Stand treffen. In der Nähe von Chamberí befindet sich La Sastrería, ein alter Laden, der in eine Verkostungsbar mit 50 Wermutsorten und Aperitifs nach Maß umgewandelt wurde.

El Rastro
Foto: Madrid Destino
Seine Freunde auf dem El Rastro verlieren

Antiquitäten, Schallplatten, Bücher, Kleidung, Accessoires, Briefmarken und Münzen…. Auf dem El Rastro de Madrid kann man fast alles finden und zugleich sich selbst verlieren. Oder seine Begleiter. Der Zustrom auf diesen Flohmarkt im Viertel La Latina ist so groß, dass es schwer sein dürfte, einen anfangs gefassten Plan aufrecht zu erhalten. Aber dafür gibt es Zahlen, die unumstößlich sind: Mehr als tausend Stände öffnen jeden Sonntag von neun Uhr morgens bis drei Uhr nachmittags. Zur gleichen Zeit, zu der einige der Dekorationsgeschäfte in der Gegend schließen. So wie Cuadros guapos, eine Kunstgalerie, die sich auf Werke mit Landschaften und Ikonen von Madrid spezialisiert hat. Zum Schluss solltest du deine Begleiter wieder gefunden haben, um den Morgen auf dem El Rastro mit einem späten Aperitif – und einem Wermut, ja, wir sind sicher, du wirst ihn probieren ˗ in den Tascas der Ribera de Curtidores zu beenden.

Chocolatería San Ginés
Foto: Hiberus © Madrid Destino
Nimm dir Zeit bis zum Abendessen.... mit Nachmittagssnacks!

Wie halten wir Madrider ˗ oder wir Spanier im Allgemeinen ˗ es bis zu unserem späten Abendessen aus? Wir lüften das Geheimnis: durch den Nachmittagssnack. Alles ist erlaubt: süß oder salzig, Gemüse oder Kalorien, mit Saft oder Kaffee… Für die Traditionelleren ist La Duquesita (Calle Fernando VI) eine gute Wahl, eine der berühmtesten Konditoreien der Stadt. Sie wurde 1914 eröffnet und nach einigen Monaten Schließung im Jahr 2015 unter der Leitung des Konditors Oriol Balaguer wieder in Betrieb genommen, mit handgemachten Süßigkeiten und dem Hauch von etwas Neuem. Zögere nicht, die knusprigen Schokoladenpalmen auszuprobieren. Oder möchtest du dich noch mehr den Madridern angleichen? Dann kannst du jederzeit auf die Schokolade mit Churros von San Ginés zurückgreifen. Aber wir warnen dich: Solltest du sich dafür entscheiden, wirst du möglicherweise das Abendessen auslassen müssen.

Matadero Madrid
Foto: Francesco Pinton © Madrid Destino
Tauche ein in die lokale Kultur im Matadero

Das Eje del Prado, mit einigen der wichtigsten Museen Madrids, gehört sicherlich zum „Must see“ in der Hauptstadt. Es lohnt sich, danach zum Matadero zu gehen. Er gilt als der Treffpunkt nach dem Besuch der besten Ausstellungen der Saison. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der Kulturraum zum Maßstab geworden. Theater, Musik, Kino, Design, Kunst… Alle Disziplinen – vor allem die aufstrebenden – befinden sich in den Pavillons dieses ehemaligen Schlachthofs im Stadtteil Arganzuela. Zum Abschluss der Runde kannst du durch Madrid Río spazieren, wo sich Skater und Radfahrer ebenso treffen wie Familien – denn es gibt hier 17 Kinderspielplätze.

Picnic en el Retiro
Mach ein Picknick im Park El Retiro

Der Park El Retiro, ein unverzichtbares Ziel bei jedem Besuch der spanischen Hauptstadt, ist eine Oase des Friedens im Herzen der Stadt. Auf 125 Hektar gibt es mehr als 15.000 Bäume. In ihrem Schatten sitzen die Madrider bei einem beliebten Zeitvertreib – wohlgemerkt einem von vielen, die der Park hergibt: dem Picknick. In einigen Bereichen findest du Bänke und Tische, aber am besten breitest du eine Tischdecke oder ein Handtuch auf dem Boden aus und verteilst das Essen und die Getränke darauf. Als Madrider empfehlen wir die westliche Seite des Parks, da es hier neben der Allee Menéndez Pelayo viele Möglichkeiten gibt, etwas zum Mitnehmen zu kaufen. Und wenn du es vorziehst, alles bereits fertig zu bekommen: Im Park befindet sich eine der beliebtesten gastronomischen Adressen der Stadt. Das Florida Retiro mit Platz für die verschiedensten Wünsche: Tapas, Abendessen, Long Drinks…

Escaparate de Gran Vía
Foto: Madrid Destino
Einkaufen im Zentrum

Bevor du dich schließlich vom gemütlichen Madrid verabschiedest, gibt es nichts Besseres, als noch ein Souvenir mitzunehmen. Es gibt mehrere Einkaufszentren in der Stadt, jedes mit seinem eigenen Stil und seiner eigenen Art von Publikum. Zu den meistbesuchten Einkaufsstraßen gehören die Gran Vía für Liebhaber des „Low Cost“, und Serrano für diejenigen, die nach Top-Marken suchen. Wenn du jedoch auf der Suche nach etwas Besonderem bist, begib dich in die Gegend von Fuencarral, wo sich Geschäfte mit jugendlicherem Stil befinden, oder in den Stadtteil Las Salesas, dem trendigsten Viertel der Stadt. Hier findest du Läden verschiedenster Marken und Geschäfte mit lokalen Designern. Einige von ihnen treffen sich im Salesas Village, einem Straßenmarkt, der einmal im Monat auf der Plaza de las Salesas organisiert wird.

Suchst du ein typisch spanisches Souvenir, findest du es in den Memories of Madrid, einem Geschäft auf der Plaza Mayor, wo Konservendosen mit den Zutaten für ein Kartoffelomelett verkauft werden. Darüber hinaus werden sie mit den Jahreszahlen der vergangenen 80 Jahre bedruckt, so dass das Geschenk doppelt genutzt werden und auch für einen Geburtstag, ein Jubiläum oder den jüngsten Besuch in Madrid stehen kann. Der letzte dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gewesen sein.

Willst du mehr? Wirf einen Blick auf die Profile von Visita Madrid auf Instagram und Facebook und entdecke, was dich in der Hauptstadt erwartet.

 

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