Great Walks: Die sechs spektakulärsten Weitwanderwege in Tirol
er Dichter T.S. Eliot sagte, dass „nur diejenigen, die es wagen, zu weit zu gehen, entdecken, wie weit sie gehen können“. In der mächtigen Bergwelt Tirols kannst du so weit gehen, wie du willst, und die Länge deines Abenteuers bei 24.000 Kilometern alpiner Landschaft selbst bestimmen. Mehr als 20 Weiterwanderwege mit insgesamt hunderten Entfernungskilometern und zehntausenden Höhenmetern finden sich in Tirol. Angesichts eines solchen natürlichen Angebotes ist es schwierig, einen Weg zu wählen. Wir stellen dir daher die Great Walks vor, die Elite der Tiroler Weitwanderwege.

Auf mehr als 420 Kilometern durchquert dieser Weg Tirol zwischen St. Johann und St. Christoph am Arlberg. Die Route, benannt nach der Art und Weise, wie sie auf der Karte verläuft – sie bildet die Silhouette eines fliegenden Adlers – ist nicht nur eine Herausforderung, sondern eine Reise durch das Bergleben mit alten Dörfern, Seen, Weideflächen und Wasserfällen. Eine Mischung aus Natur und Brauchtum – vor allem auf dem Goetheweg, der durch den Raum Innsbruck führt. Man sollte über vier Wochen einkalkulieren, um die 33 Tagesetappen zu schaffen. Neben den 24 nördlichen Etappen beginnen weitere 9 Etappen im Osten Tirols in Ströden und erstrecken sich bis zum Großglockner (3798 m), dem höchsten Gipfel Österreichs, der für seinen “Legbreaker” -Aufstieg bekannt ist.

Diese spannende Route ist eine der bekanntesten und attraktivsten ganz Österreichs. Der 85 Kilometer lange Rundwanderweg ist in einer Woche abgeschlossen. An seinem höchsten Punkt, dem Schönbichler Hornpass, steigt er auf 3000 Meter an. Von Finkenberg aus wird der Naturpark Zillertaler Alpen durchquert. Der Höhepunkt dieser Tour ist die Berliner Hütte, die nicht nur als erste Alpenvereinshütte unter Denkmalschutz gestellt wurde, sondern auch des größten Tirols ist.

„Eine sehr erfreuliche Reise für den Gaumen.“ Das sagen erfahren Bergsteiger über die 71 Kilometer lange Route, die sich über dem Inntal durch die Tuxer Alpen schlängelt und in sechs Tagen abgeschlossen ist. Die Hütten auf dieser Route sind bekannt für die ausgezeichnete regionale Küche Tirols – mit kräftigenden Gerichten wie Frikadellen, Wurst und Sauerkraut. Patscherkofel und Kellerjoch sind 4.000 Höhenmeter bergauf und knapp 5.400 Höhenmeter bergab zu überwinden. Das Highlight dieser Route ist der Zirbenweg, der mit seinem großen Zirbenbestand zu dem ältesten Europa zählt.

Diese Route erfordert ein hohes technisches Niveau an Bergsteigen, da sie Wege mit bis zu 7.000 Höhenmetern Aufstieg durchläuft und besteht aus einigen schneebedeckten Abschnitten, die Seil und Steigeisen erfordern. Dabei wird der Hauptkamm der Lechtaler Alpen überquert Der Weg ist in 18 Etappen unterteilt und bildet einen Teil des Fernwanderwegs Nordalpen 01 und des europäischen Fernwanderwegs E4. Zu den schwierigsten gehören die Überquerung der Südostseite des Berges und die Roßkarscharte. Belohnt wird die Anstrengung durch die Landschaft am Fluss Lechweg, eine der letzten wilden Flusslandschaften Europas, und durch märchenhafte Dörfer wie Gramais („Perle des Lechtals“), das mit seinen 47 Einwohnern die kleinste Gemeinde Österreichs ist. Zudem lässt sich unterwegs der riesige Steinsee bewundern.

Mehr als 5.000 Höhenmeter, 80 Kilometer Route und 8 Berghütten. Die einwöchige Route durch die Stubaier Alpen ist dank ihrer atemberaubenden Aussicht eine der am lohnenswertesten in Europa. Die Höhenlage, die sich immer auf alpinem Gelände befindet, erfordert Vorkenntnisse: Einige Strecken – wie die zwischen der Dresdner und der Bremer Hütte – führen durch schmale Felsvorsprünge und nähern sich imposanten Gletschern. Dieser Höhenweg für Unerschrockene kann an jeder Station unterbrochen werden, um in eine der Ortschaften des Stubaitals abzusteigen. Ein lohnender Ausflug führt in das malerische Dorf Fulpmes, das in der gesamten Region für den ungewöhnlichen Dialekt seiner Bewohner, einer Mischung aus Deutsch und amerikanischem Englisch, bekannt ist.

Diese Route, die im ersten Drittel weitgehend mit dem ersten Abschnitt des „Friedenswegs“ ident ist, ist wie eine Zeitreise: Eine Strecke entlang der Grenze zwischen Österreich und Italien, die während des Ersten Weltkriegs als strategischer Punkt galt. Hier sind noch immer die Gräben und Militärposten von damals erhalten. Die 168 Kilometer dieser Wanderung können in 11 Tagen bewältigt werden und stellen aufgrund der komplexen geologischen Struktur der 2.600 Meter hohen Karnischen Alpen selbst für erfahrenste Wanderer eine große Herausforderung dar. Die Aussicht lohnt sich: Bauernhäuser aus Holz, Berghütten und alpine Restaurants im Wechsel mit blumenreichen Wiesen und leuchtenden Seen, umrahmt von der Aussicht auf die Gipfel der Dolomiten.
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