>>>Das neue Ibiza
Foto: ©Hacienda Na Xamena, Ibiza

Das neue Ibiza

Die Fiesta-Hauptstadt der Welt kann auch eine Oase für Verliebte sein. Wir zeigen Ihnen die unbekannte Seite der Insel der Feierwütigen.
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pace Ibiza ist die beste Diskothek der Welt. Das zeigen zumindest die 24 Preise, die das Lokal seit seiner Eröffnung im Jahr 1989 eingeheimst hat. Die unendlichen Sessions der besten DJs des Planeten haben dazu beigetragen, dass die Insel in den Sommermonaten ihre Einwohnerzahl verdreifacht. Was nur wenige wissen: Weniger als 20 Kilometer vom ohrenbetäubenden Lärm der Lautsprecher entfernt befindet sich eine der ruhigsten, einsamsten Buchten der Gegend. Sa Caixota liegt zu Füßen einer Steilklippe aus roter Erde, lockt mit kristallklarem Wasser und beweist, dass Ibiza auch eine einsame Insel sein kann.
Das Sublimotion ist vom 1. Juni bis zum 30. September geöffnet.

Love & Peace

Wir sind nicht die Ersten, die die entspannte Seite Ibizas entdecken. In den 70er Jahren war die Insel ein Hippie-Paradies. Die „Flower-Power-Bewegung“ ist auch heute noch sehr präsent, vor allem auf den Hippie-Märkten wie Las Dalias in San Carlos und am Benirràs-Strand, an dem die Sonnenuntergänge vom Rhythmus der Trommeln begleitet werden.

Die Landschaft und das mediterrane Klima locken viele Menschen an. Den Massen zu entkommen, ist nicht immer einfach. Wer Einsamkeit sucht, muss sein Auto abseits vom Sand parken und sich auf verborgenen Wegen durch die Vegetation schlagen. Aber es lohnt sich, wenn am Ende des Wegs ein fast unberührter Strand wartet, wie Cala d’en Serra. Die Bucht ist kaum 45 Meter lang, umgeben von Wald und Steilküsten. Seeigel gehören zu den wenigen Bewohnern. Das transparente Wasser macht den Strand zu einem der besten Spots zum Tauchen und Schnorcheln. Neben den Tieren gibt es an diesem Strand nur noch eine kleine Strandbar im karibischen Stil.
Aber man braucht nicht auf Luxus zu verzichten, um weniger frequentierte Orte zu finden. Die Lieblingsinsel von Hollywood-Stars und anderen Promis ist für ihre exklusiven Lokale bekannt, die auch ein Synonym für Privatsphäre sind. Nur zwölf Gäste speisen jeden Abend beim gastro-sensorischen Erlebnis, das Küchenchef Paco Roncero (zwei Michelin-Sterne) im Sublimotion auftischt, dem teuersten Restaurant der Welt. Ein Dinner mit Inszenierung oder eine Inszenierung mit Dinner. Die Wände der 70 Quadratmeter großen Kapsel, die als Speisesaal dient, besteht aus mehreren großen Bildschirmen. Mit jedem Gang wechselt das Szenario: Der Saal verändert sein Ambiente und bringt die Gäste aufs Land, in das Ibiza der Hippies oder auf den Grund des Meeres. Es fehlen weder Virtual-Reality-Brillen noch Heißluftballons, die gleichzeitig als schwebende Kellner dienen. Ein technologisches und kulinarisches Spektakel, das sich nur wenige leisten können: Die Speisekarte weist nur ein einziges Degustationsmenü für 1500 Euro auf. Weniger futuristisch, aber genauso gut durchdacht ist das Amante. Das Restaurant wurde für Paare entworfen. Es liegt auf einer Steilküste mit Blick auf das Mittelmeer. Hier gibt es Cocktails und spanisch-italienische Küche mit modernem Touch. In Sommernächten wird das Open-Air-Kino „Deluxe“ geboten. Statt Kinosesseln und Erfrischungsgetränken gibt es „Bean Bags“ und Jean Leon Wein.
Trommel-Sessions am Strand von Benirràs finden in den Sommermonaten an jedem Sonntagabend statt.
Foto: Nacho Such / Shutterstock.com
Mit Spas und Kurbädern bietet die Insel auch eine Alternative zum Club-Tourismus. Den perfekten Ort für eine Auszeit vom Alltag findet man im Hotel Hacienda Na Xamena. Die Cascadas Suspendidas sind acht Lagunen mit angenehm warmem Wasser, die über mehrere Wasserfälle miteinander verbunden sind. Das alles unter freiem Himmel auf einer 180 Meter hohen Klippe über dem Meer, wo die Klänge elektronischer Musik nicht zu hören sind.
Das Foto des Sonnenuntergangs von der Cala Comte, mit der Isla del Bosque im Hintergrund, ist eines der beliebtesten Postkartenmotive der Insel.

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