>>>Zwischen Canyons von Los Angeles nach Las Vegas
Wenn man unterwegs keinen Zwischenstopp macht, dauert die Fahrt von Los Angeles nach Las Vegas nur gut fünf Stunden.
Foto: Henning Witzel/Unsplash

Zwischen Canyons von Los Angeles nach Las Vegas

Von Los Angeles nach Las Vegas geht es an vier Nationalparks vorbei. Es ist eine Reise mit unerwarteten Landschaften zwischen den Hauptstädten des Films und des Glamours.
N

ichts hinter mir, alles vor mir, wie das auf der Straße immer ist.” Dieser Satz von Jack Kerouac aus seinem mythischen Buch „On the road“ gilt als ein Mantra für eine Reise durch die Staaten. Startpunkt, Los Angeles. Hier beginnen die mythischen Routen 1 und 66. Doch ist L.A. auch der erste Stopp für viele andere Abenteuer. Angefangen beim Grand Canyon, dem wichtigsten Symbol von Arizona. Verantwortlich für diese eigentümliche Landschaft ist der Fluss Colorado, der ihn nach und nach in den Felsen meißelte. Eine Erosion vor sechs Millionen Jahren, über deren exakten Ursprung die Wissenschaftler heute noch diskutieren.

Jedes Jahr besuchen viereinhalb Millionen Menschen den Canyon. Neun von zehn entscheiden sich für das südliche Ende, da es im Norden viel schwieriger ist, ihn zu erreichen. Viele wissen nicht, dass er kein (großer) Canyon ist, sondern eine Schlucht. Es handelt sich um eine Ansammlung von Canyons aus verschieden Epochen und mit unterschiedlichen Eigenschaften. Sie umfassen alle Rottöne und ändern die Farbe je nach Tageszeit. Das Ergebnis? Ein wechselndes Panorama, das man unmöglich leid wird.

Grand Canyon landscape
Der äußerste Süden des Grand Canyon ist das ganze Jahr über geöffnet.

Die Miniausgabe von Las Vegas

Zwischen Los Angeles und dem Grand Canyon macht man für gewöhnlich in Laughlin halt. Die Big Bend State Recreation Area ist das von Hotels und Kasinos geprägte Stadtzentrum. Die Ungeduldigsten übernachten in einem der neun Resorts und verspielen hier ihre ersten Dollars.

Auf dem Weg zum nächsten Canyon liegt der Lake Powell zwischen den beiden Staaten Arizona und Utah. Er ist der zweitgrößte künstliche See der USA mit einer Länge von 300 Kilometern und bis zu 122 Meter tief. Er entstand dank des Staudamms im Glen Canyon mit dem Wasser des Colorado Rivers. Diese kleine Oase, umgeben von roten Felsen, kann man mit dem Boot, tauchend oder beim Wasserski erkunden.

Gut sechs Stunden vom See entfernt, befindet sich der Bryce Canyon in Utah. Seine spitzen Felsen sind sein Hauptidentitätsmerkmal. Man kann ihn bei einer nächtlichen Wanderung, einer Geologie-Führung oder einem Ausritt kennenlernen. Im Winter werden hier Schneeschuhwanderungen organisiert. Ebenfalls in Utah liegt der Zyon Canyon, der durch die Vielfalt der Farben seiner Felsen auffällt, die von Rosa zu Rot wechseln. Auch wenn nicht alle Canyons zugänglich sind, ist das Canyoning hier beliebt. Und das Beste: All das finden Sie weniger als 250 Kilometer vom Flughafen Las Vegas entfernt.

Bryce Canyon
Die Erosion im Bryce Canyon wird durch Wind, Wasser und Eis verursacht.

Der eindeutige Kontrast zwischen „der Stadt der Sünde“ und dem Canyon ist schnell vergessen. Die Lichter der Kasinos haben den gleichen hypnotisierenden Effekt wie ein Sonnenuntergang im Grand Canyon oder das 24-stündige Freizeitangebot der Stadt mit seinen unzähligen Aktivitäten. Shows, Pokerspiele und das lebhafteste Nachtleben des Landes reichen sich an beiden Seiten des Strips, der Hauptschlagader der Stadt, die Hand.

Road across Death Valley
Das Death Valley hält den Weltrekord der höchsten jemals registrierten Lufttemperatur, 57º C.

Und bevor es zurückgeht, noch ein weiterer Stopp im Death Valley. Schon sein Name warnt. In den Sommermonaten schwanken die Temperaturen zwischen 38 und 49º C, eine extreme Hitze. Doch auch im Winter sind die Temperaturen extrem und die Gipfel von Schnee bedeckt. Das Tal erstreckt sich auf 3,4 Millionen Morgen Wüste und Berge. Die Straßen scheinen unendlich zu sein. Wüste rechts und links. Oder wie Kerouac sagte: “Der ganze Weg vor mir”.

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