>>>Portree: die farbenfrohe misstönende Note

Portree: die farbenfrohe misstönende Note

Farbe hilft gegen den grauen schottischen Himmel. In dem Fischerörtchen Portree wurde der Hafen deshalb in ein Postkartenmotiv verwandelt.
Wenn es in Schottland neben Burgen, gutem Whisky und Kilts etwas im Übermaß gibt, dann ist es das Grün seiner Landschaften. Aber nicht alles ist grün: zwischen sich wellenden Hügeln und Steilklippen entdecken wir auf Skye, der größten Insel der Inneren Hebriden, eine auffällige Ortschaft namens Portree. Der von bunten Häuschen flankierte Hafen von Portree ist eine ihrer bedeutendsten Sehenswürdigkeiten. Nicht nur ihre farbenfrohen Fassaden verleihen ihm Märchencharakter, sondern auch die kleinen Boote, die von den Fischern genutzt werden, um das Essen vom Meer zum Tisch zu bringen. Sie können es in einem der ‚Fish & Chips’-Restaurants verkosten. Diejenigen mit Seefahrerseele können auch an Bord gehen, um die im dortigen Gewässer lebenden Seelöwen, Delfine und Wale aus der Nähe zu beobachten.

Talisker, Ernte von 1830

Die älteste Brennerei der Insel und eine der bedeutendsten Schottlands seit 1830. Die in der kleinen Ortschaft Carsborst liegende Brennerei ist für die Herstellung von geräucherten und salzhaltigen Whiskys bekannt. Erfahren Sie die Geheimnisse ihrer Herstellung auf der Führung durch die Brennerei und entdecken Sie, weshalb sie so besonders ist.

Portree zwischen Schäfern und Filmstars
Portree ist darüber hinaus der Ausgangspunkt für Ausflüge auf der Insel und durch deren bukolische Landschaften. In Richtung Norden nach Trotternish verläuft eine sehr schmale Landstraße, auf der man nicht nur Schafen ausweichen muss, sondern auch den entgegenkommenden Fahrzeugen. Es ist deshalb nicht ratsam, sich zu sehr von der Aussicht beeindrucken zu lassen, zumindest nicht bis zur Ankunft in Old Man of Storr. Dieser 55 Meter hohe Felsgiebel ist eines der Wahrzeichen der Insel. Man braucht rund eine Stunde, bis man oben ist, aber die Anstrengung lohnt. Es handelt sich um eine Landschaft wie aus dem Film, und das sagen wir nicht einfach nur so: Sie war Schauplatz von ‚Prometheus’ des Regisseurs Ridley Scott und des Samuraifilms ‚47 Ronin’ mit Keanu Reeves in der Hauptrolle.
Von Old Man of Storr bis Trotternish ist es nicht mehr weit. Der Besuch lohnt sich vor allem wegen der Steilklippe Kilt Rock. Ein Basaltquader, der mit seinen Falten an den typisch schottischen Rock erinnert. Und noch ein wenig weiter oben treffen Sie auf die unwegsame Hochebene Quiraing die sogar unter grauem Himmel und mit Nebelschwaden fotogen ist.
Der Wasserschatz von Cuillin
Die Abenteuerlustigen finden in den berühmten Cuillin den perfekten Reisebegleiter. Diese Bergkette ist nicht nur den Trekkingfans vorbehalten, sondern auch den Kletterern. Auch wenn der höchste Punkt (Sgurr Alasdair) nur 992 Meter Höhe erreicht, sollten Sie nicht zu übermütig werden. Der abrupte und zerklüftete Aufstieg stellt sogar für erfahrene Bergsteiger eine echte Herausforderung dar. Außerdem bewahren die Cuillin einen Wasserschatz: die Fairy Pools oder Feenbecken. Bei der Ansicht ihrer türkisblauen Farbe könnte man glatt an Magie glauben. Ein Bad im eiskalten Wasser bringt Sie jedoch in Sekundenschnelle zurück in die Wirklichkeit.
Wenn Sie die schottische Kälte nicht überzeugt, kennen wir die beste Art und Weise, wieder warm zu werden: Besuchen Sie die Talisker-Brennerei. Eine Führung mit Verkostung ermöglicht es Ihnen, die Brennerei zu besichtigen und natürlich diesen geschätzten schottischen Likör aus reinem Malz zu probieren. Gibt es eine traditionellere Art und Weise, Schottland ade bzw. ‚beannachd leat’ zu sagen?

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