Off the record-10-10

Museen und Taxifahrer

Der geheimnisvolle Fall des verschwundenen Stativs

“Ankündigung einer Polarkältewelle” – Diese Whatsapp-Nachricht unseres Teamfotografen Carlos Luján erinnerte uns daran, dass wir warme Kleidung einpacken sollten, auch wenn wir momentan 20 Grad hatten. „Ich nehme die Skijacke mit“, versicherte uns der Regisseur Juan Rayos. Aber auf seine Hipster-Turnschuhe aus Leinen wollte er dann doch nicht verzichten. Nicht einmal bei Schnee. Und es schneite.

Der erste Schneefall traf uns unvorbereitet. Nämlich beim Verlassen des italienischen Restaurants L’Osteria, in dem wir zu Ehren von Paolo Fanale zu Abend gegessen hatten. Wir hatten den italienischen Tenor Stunden zuvor im Operntheater interviewt, das früher unter der Leitung von Richard Strauß stand und wo die Werke Richard Wagners uraufgeführt wurden. Danach tranken wir gemeinsam mit ihm einen Saft in der Bar im obersten Stockwerk des eleganten Hotels Bayerischer Hof. Wegen der Kälte wollte er nicht auf die Terrasse hinausgehen, obwohl man von dort aus eine unglaubliche Aussicht auf die Frauenkirche genießt. Er zog den Innenbereich und die Wärme des Kaminfeuers vor, wo mehrere Gäste des Hotels, nur mit dem Bademantel des angrenzenden Spas bekleidet, Champagner tranken.

Wir bedanken uns bei diesen Münchner Taxifahrern

Es schneite immer noch, als wir später am Abend das Kulturzentrum Muffatwerk verließen. Die umliegenden Straßen waren dunkel und verlassen. Wir suchten nach einer Möglichkeit, schnellstmöglich ins Hotel zurück zu gelangen, als aus dem Nichts ein Taxi auftauchte und vor uns anhielt. Es war derselbe Taxifahrer, der uns einige Stunden zuvor in diese Gegend gebracht hatte.

Es war nicht das einzige Mal, dass wir einem Taxifahrer sehr zu Dank verpflichtet waren. Eines Morgens vergaßen wir das Stativ einer unserer Kameras auf dem Sankt-Jakobs-Platz vor dem Stadtmuseum und dem Jüdischen Museum. Als wir Stunden später zurückkehrten, war es noch dort. Ein großes Glück, aber am gleichen Tag vergaßen wir das Stativ erneut. Diesmal in einem Taxi. Der Taxifahrer brachte es netterweise bis zum Museum Brandhorst, wo wir gerade drehten.

Wir bedanken uns bei diesen Münchner Taxifahrern, die im Radio klassische Musik hören. Sie haben sich eine Suppe in den kleinen Restaurants am Viktualienmarkt oder eine Butterbrezel in einem der vielen Cafés Rischart redlich verdient, denn – das haben wir gemerkt – München macht hungrig.

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