>>>Nashville – Die „Music City“

Nashville – Die „Music City“

Das Mekka der Countrymusik lebt nicht von seiner Legende. Musiker wie Taylor Swift und Keith Urban wohnen in dieser Stadt, in der Künstler verschiedenster Musikstile Platten aufgenommen und Konzerte gegeben haben.
Die Musik erreichte Nashville über den Cumberland-Fluss. Die ersten Siedler, die im 18. Jahrhundert an seinen Ufern landeten, feierten ihre Ankunft in der Neuen Welt mit Geigenspiel und Tanz. Nashville ist auch weiterhin die „Music City“, ein Denkmal, das der Kreation und Verbreitung von Tönen gesetzt wurde, die Wiege der Countrymusik und das Mikrofon, mit dem Elvis sein „Heartbreak Hotel“ aufnahm.
Im Theater Grand Ole Opry House sind die größten Stars der Countrymusik aufgetreten.
Foto: Courtesy of Nashville Convention & Visitors Corporation.

Die Nachkommen der Countrymusik

So viel Kreativität auf so kleinem Raum brachte radikale Veränderungen mit sich. Die Lieder des Alten Kontinents wurden ad acta gelegt, der Gesang verließ die Kirchen, man tanzte in den Scheunen und die Gitarren vereinten sich mit den Banjos. Honky Tonk, die Nashville- und Baskerfield-Sounds, Outlaw Country und Country Pop wurden geboren.

Egal zu welcher Tageszeit, in den Lokalen am Broadway und in den Nebenstraßen ertönt immer Musik zum Rhythmus von Rock, Pop, Jazz, Blues, Country und sogar Gospel. Der „Lärmbelästigung“ wird draußen gern gelauscht. Entscheiden Sie sich für einen Ort oder improvisieren Sie ein musikalisches „speedy date“ und springen Sie von Bar zu Bar, als wäre es eine Zufalls-Playlist. Sie alle sehen sich ähnlich: Wände mit unverputzten Backsteinen, ein halbdunkles Ambiente, begrenzte die Personenkapazität (rund 60 Personen) und eine Handvoll Schallplatten, Vintage-Instrumente und Fotos mit Autogrammen an den Wänden.
Die Musik in der Stadt erwachte gegen Ende der 1920er-Jahre. Da Schallplatten unbeliebt waren, spielten die Musiker ihre Songs live im Radio. Die entscheidendste Show war zweifellos die Grand Ole Opry des Radiosenders WSM aus Nashville, präsentiert von dem legendären George D. Hay. Mit der Zeit kam hier so viel Talent zusammen, dass im Zweiten Weltkrieg die Künstlerkarawane Camel Caravan eine Tournee zu allen Militärstützpunkten der USA machte und auf der ganzen Welt zu hören war. Plattenproduzenten wurden darauf aufmerksam und begannen, sich in der Stadt niederzulassen und diese in die „Music City, USA“ zu verwandeln.
Der Whiskey Bent Saloon ist eines der vielen Lokale mit Livemusik.
Foto: Joe Carillo

Jährliches Event

Auf dem CMA Music Festival in Nashville spielen seit 1972 die berühmtesten Country-Musiker kostenlos. Das nächste Mal wird diese Musikveranstaltung im Nissan Stadium and Riverfront vom 9. bis 15. Juni 2016 Massen anziehen.

Nashville ist auch heute noch ein Anziehungspunkt für Künstler verschiedener Musikstile. Hier leben Headliner wie Patrick Carney, The Black Keys, Keith Urban, Kings of Leon, Kesha, Sheryl Crow und natürlich Taylor Swift. Die junge Sängerin zog mit 14 Jahren in die Stadt, um mit der Countrymusik Karriere zu machen. Ihren ersten Plattenvertrag unterzeichnete sie nach einem Auftritt im Bluebird Café. Alljährlich treffen über 300 Künstler auf der Suche nach Inspiration für ihre Platten ein. Der beliebteste Einwohner, den Nashville stets im Gedächtnis trägt, ist jedoch Elvis Presley. Denn in dem berühmten, in einem Außenbezirk Nashvilles gelegenen RCA Studio B, nahm „der König“ mehr Songs als irgendwo anders auf: über 200.
Elvis Presley nahm viele seiner Platten in dem sagenumwobenen RCA Studio B auf.
Foto: Courtesy of Nashville Convention & Visitors Corporation.
Auch die allwöchentliche Musikshow Grand Ole Opry, auf der unter anderem Größen wie Porter Wagoner oder Dolly Parton spielten, sollte sich der Musikliebhaber nicht entgehen lassen. Oder das Bluebird Café, ein Lokal mit knapp zwanzig Tischen und gemütlichem Ambiente, in dem viele Künstler ihre ersten Songs vorstellen. Oder die United Record Pressing, die größte und 1949 gegründete Plattenfirma der USA, bei der The Beatles, Bob Dylan und Miles Davis die Farbe ihrer Platten persönlich auswählten.