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Marslandschaften für Weltall-Fans

Das Projekt Mars One bietet eine Reise zum Mars ohne Rückkehr an. Wenn Sie nicht ganz so heldenhaft sind, aber Interesse an Marslandschaften haben, gibt es Alternativen auf der Erde.
Der Mars liegt im Trend. Die NASA nimmt seit dem 14.Dezember Bewerbungen von Astronautenanwärtern an, die zu dem roten Planeten reisen möchten. Im September 2015 bestätigte der Leiter des Planetenprogramms der US-Raumfahrtbehörde NASA, Jim Green, dass unter bestimmten Gegebenheiten auf dem Mars flüssiges Wasser gefunden worden sei. Auf der Grundlage dieser wagen Aussage wird nun untersucht, ob auf diesem Planeten Leben möglich ist.
Petrified Forest hat neben North Dakota, Argentinien und Ägypten einen der größten versteinerten Wälder der Welt.

Der Mars im Kino

Der rote Planet ist ein Kinostar. Die Hauptrolle spielt er zum Beispiel in „The Martian“ (2015), der in der Wadi-Rum-Wüste in Jordanien gedreht wurde, in „Red Planet“ (2000) mit Val Kilmer, in „Total Recall’(1990) mit Arnold Schwarzenegger und „Mission to Mars“ (2000) von Brian de Palma.

Ridley Scott drehte letztes Jahr darüber einen Film mit Matt Damon. Das Projekt Mars One wird in Form einer umstrittenen Reality Show unter Leitung von Bas Lansdorp das Gleiche tun. Das Ziel ist die Gründung einer menschlichen Siedlung auf dem Mars bis zum Jahr 2026.
Da bekannt ist, dass es im Weltall langsam zugeht, bietet die Erde einige Alternativen. Die Atacama-Wüste in Chile ist einer der Orte auf der Erde, der den extremen Bedingungen auf dem Mars am ähnlichsten ist. Es ist die trockenste Wüste der Erde. Der 2500 Meter hohe Gebirgszug, der sich an der Küste entlangzieht, verhindert, dass Feuchtigkeit an diesen Ort gelangt, der sich durch extreme Temperaturschwankungen auszeichnet. Tagsüber können diese 40° C erreichen, nachts sinken sie auf 0° C.
Zabriskie Point ist perfekt zum Betrachten der Sonnenaufgänge und -untergänge.
Auch Argentinien hält Landschaften bereit, die eine gute Kulisse für einen Science-Fiction-Knüller hergeben könnten. Wie beispielsweise der Talampaya Nationalpark im Nordwesten des Landes (La Rioja). Eine 215.000 Hektar große und öde Fläche mit rötlich gefärbten Ebenen, Canyons und Schluchten.
Der Namib-Naukluft-Nationalpark erstreckt sich über eine rund de 50.000 Quadratkilometer große Fläche. Es ist der größte Afrikas und der viertgrößte der Welt.
In den Vereinigten Staaten gibt es ebenfalls zwei außerirdisch wirkende Landstriche: Petrified Forest in Arizona und Zabriskie Point im Death-Valley-Nationalpark in Kalifornien. Ersterer ist für seine versteinerten Baumstämme bekannt. Wenn Sie allerdings eine wirklich außerirdisch anmutende Landschaft suchen, dann ist Painted Desert wegen seiner vielen Erze das bessere Ziel. Zabriskie Point ist Eingang zum sogenannten „Tal des Todes“ und zugleich ein Aussichtspunkt auf die bizarre Schönheit dieses Parks, den man wegen der unerbitterlichen Hitze nicht ohne Wasser im Gepäck besuchen sollte.
Die Ähnlichkeit der Kanarischen Inseln (Spanien) mit dem Mars fällt sofort ins Auge. Auf Lanzarote befindet sich der Timanfaya Nationalpark, der im 17. und 18. Jahrhundert durch Vulkanausbrüche entstanden ist. Die riesigen Flächen versteinerter Lava, Lapilli-Ebenen, Schlackenkegel leuchten in Rot-, Ocker- Orangetönen und Schwarz.
Auf dem spanischen Festland untersuchte die NASA auch den kleinen Fluss Río Tinto in der Provinz Huelva wegen seiner eigentümlichen roten Farbe und den darin lebenden extremophilen Organismen. Diese Lebewesen haben sich an die extrem lebensfeindlichen Umweltbedingungen angepasst. Denn der Fluss ist wegen dem Oxid der Metalle, die in der Nähe fördert werden, rot gefärbt und zudem durch Schwefelsäure verunreinigt.
In Afrika fühlt man sich im Dead Vlei wie auf dem Mars. Das ist die kargste Stelle des Namib-Naukluft-Nationalparks in Namibia und wird als die älteste Wüste der Erde mit den höchsten Dünen angesehen. Vor 900 Jahren war sie eine von Akazien gesäumte Oase. Nach deren Austrocknen starben die Bäume ab. Von ihnen sind nur die vertrockneten Stämme übrig geblieben, die nun eine etwas unheimliche Landschaft bilden.

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