>>>Madrid ist angesagt… also nichts wie hin!

Madrid ist angesagt… also nichts wie hin!

Lebendig und avantgardistisch bei Tag, laut und experimentierfreudig bei Nacht. Die spanische Hauptstadt lotet ihre Grenzen mit gewagten Angeboten stets neu aus und wird dadurch zum Paradies für Menschen mit Sinn für Modernes.
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n einer weit verbreiteten Vorstellung ist Madrid die Stadt des ewig sonnigen Himmels, der majestätischen Architektur, der exquisiten Geschäfte und Museen und der ruhigen Terrassen, auf denen man sich für eine Tapa niederlassen kann. Aber außerhalb dieser Klischees finden wir ein weiteres Madrid vor, in dem Filme im Kino von einem Cocktail à la Mimose begleitet werden, in dem immersive Flamenco-Shows stattfinden und Shopping-Touren in Geschäften mit Zero-Waste-Philosophie enden. Wir entdecken die Lieblingsnischen der Einheimischen, um die „andere“ Hauptstadt außerhalb der herkömmlichen Touristenströme zu erleben.

 

Gran Vía Madrid
Auf der Gran Vía und in den umliegenden Straßen wie Fuencarral, Barquillo und Corredera Alta de San Pablo liegen einige der originellsten Geschäfte Madrids.
Foto: Daniel Alvarez Sanchez/Unsplash

Die Geschäfte in Madrid sind schlichtweg fabelhaft. Gerade hat in der Stadt Uniqlo aufgemacht, auch das „japanische Zara“ genannt, und der einzige Shop in Spanien, der die Kollektion der britischen Marke JW Anderson führt. Der Technologieriese Huawei eröffnete auf der Gran Vía in diesem Sommer seinen größten Flagship Store außerhalb Chinas. Im Schatten der großen Marken sind zudem kleine Konzeptgeschäfte mit freierem Geist und einzigartiger Persönlichkeit, die nach einer neuen Art von Konsum und Kreation suchen. Zwei Paradebeispiele dafür sind der Unpacked Shop in Narvaéz, der als erster ein Einkaufserlebnis frei von Plastik in der Hauptstadt anbietet, und Rughara in Malasaña mit einer sorgfältigen Auswahl an Kleidung, Accessoires, Zubehör, Kunstwerken und Deko-Objekten.

 

Las Salesas, ein kleines Viertel zwischen Gran Vía, Chueca und Plaza de Colón, ist ebenfalls für seine Vielfalt an exklusiven Geschäften bekannt. DoDesign, mit Design- und Dekorationsartikeln, Macchinine, mit mehr als 5000 Spielzeugautos, oder die Robinson Nautical Library, spezialisiert auf maritime Literatur, zählen zu den originellsten Angeboten dieser Gegend.

Macera Taller Bar
Bars der Hauptstadt bieten avantgardistische Cocktails mit traditionellen Tapas und klassischem Wermut an.
Foto: Macera Bar/Madrid Destino

Die Zeit für Shoppingtouren weicht schließlich der für den Wermut: Die Picalagartos Sky Bar besticht nicht nur mit einer fantastischen Aussicht auf das Zentrum, sondern lässt sich auch mit gastronomischen Abenden in den angesagtesten Restaurants der Stadt verbinden: Perrachica ist der Favorit der Influencer, BiBo der Favorit der Liebhaber der Fusion Kitchen (die Brioche mit Stierschwanz ist unerlässlich). Im Hong Kong 70 kannst du traditionelles asiatisches Street Food genießen, während es im Dspeakeasy etwas flippiger zugeht. Hier werden Riesengarnelen mit Kimchi serviert wie ein Cocktail mit Mixed Pickels zu Rock-Rhythmen; und in der Macera Taller Bar sind handgemachte Destillate das Nonplusultra.

 

Popcorn, Sushi, Pizza und Gin-Tonics sind Teil eines weiteren gastronomischen Konzepts – diesmal in einem alten, umgebauten Madrider Kino, dem Palafox. Hier wird ein luxuriöses Erlebnis geboten, bei dem die Filme, übersetzt und in Originalversion, von einem Menü und einem Kellner begleitet werden. Ein weiteres hochmodernes Angebot ist der Besuch der Kunstgalerien von Lavapiés, dem Viertel, das 2018 von Time Out zum angesagtesten Madrids erklärt worden ist. Das gilt insbesondere für die Straße Doctor Fourquet, wo Kakteen in Türen und Fenstern daran erinnern, dass wir uns auf Hipster-Territorium befinden.

 

Die Show Tacones Manoli
Tacones Manoli ist inspiriert von der interaktiven Show „Sleep No More“, die derzeit in New York zu sehen ist.
Foto: Baja Lighuen Desanto

Das angesagte Universum dehnt sich weit in die Nacht, und ist in Madrid an unerwarteten Orten zu finden. Chueca für Partyliebhaber, und Malasaña, Madrids Williamsburg, gelten als verlässliche Größen. Ein ganz anderes Erlebnis bieten Underground-Events, wie z.B. die geheimnisvolle Flamenco-Show „Tacones Manoli“. Sie ist so besonders, dass weder Handys, noch Taschen oder Mäntel zugelassen werden; außerdem ist es Pflicht, eine Maske zu tragen. So lauten die Regeln der interaktiven Theatershow, die Federico García Lorcas Klassiker „La casa de Bernarda Alba“ neu interpretiert, und in der Musik, Tanz und das Publikum selbst die Hauptrolle spielen.

 

Die Reise durch eine dieser angesagten Nächte kann in einer Disco-Show mit Maniküre-Service, Chung Lee Nails, oder in der BAM Karaoke Box enden, einer Karaoke-Bar im reinsten Tokio-Stil mit Privaträumen, Samtsofas und ohne Zuschauer. Eine einzigartige Gelegenheit, die legendäre Filmszene von Scarlett Johansson und Bill Murray in der Indie-Ikone „Lost in Translation” nachzuspielen. Diesmal jedoch in einer anderen Modehauptstadt, in Madrid.

 

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