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Kletterromantik

Das Freiklettern wurde in der Sächsischen Schweiz geboren. Denn wenn Kletterer mit ihren Fingerspitzen die Gipfel berühren, für die schon Maler geschwärmt haben, fühlen sie sich frei.
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ie Pioniere des Sportkletterns griffen auf eine Menge Tricks zurück, um die schwierigen Abschnitte der Felsen zu überwinden – vom Hauen von Treppenstufen und der Sicherung mit Seilen oder Bäumen bis hin zu schwierigen gymnastischen Bewegungen. Die legendären Kletterer wurden inzwischen vom technischen Fortschritt überholt: der Aufstieg wurde leichter, die Sicherheit der Sportler besser. Nicht allerdings beim Freiklettern.
Man darf die ausgeschilderten Wanderwege und Kletterpfade nicht verlassen.

Fahrradtour an der Elbe

Man kann die Region auch mit dem Fahrrad erkunden. Die Elbetour (840 km) ist die beliebteste Fahrradtour in ganz Deutschland. Los geht es in Dresden nahe der tschechischen Grenze, danach führt die Strecke durch Weinberge, Feuchtgebiete, Obstplantagen und Wäldern über Hamburg bis an die Nordsee.

Beim Freiklettern darf man sich nur auf die Hilfe der Hände, Füße und des Körpers verlassen. Die Verwendung von Seilen und Gurten dient lediglich der Absicherung, nicht als Kletterhilfe. Technische Hilfsmittel werden durch Einfallsreichtum, Können und Erfahrung ersetzt. Die Kletterer halten sich an Spalten fest und suchen dabei nach dem besten Weg, um Felsen, senkrechte Wände oder künstliche Kletterwände zu erklimmen.
Die extremste Seite dieses Sports ist das sogenannte „Free Solo“, bei dem auf jegliches Sicherungsmittel verzichtet wird. Aber es ist nicht das Adrenalin, das die Fans dieser Sportart fasziniert. Alex Honnold, einer der bekanntesten Freeclimber der Welt, beschreibt in seinem Buch „Alone on the wall“ das Gefühl, manchmal nur an einem Finger in der Luft zu hängen: „Ich mag das Risiko nicht. Ich mache es, weil es Spaß macht, es ist wie ein Spiel. Ich fühle mich lebendig. Angesichts der Euphorie, ein Ziel erreicht zu haben, verschwindet der Schmerz. Es gibt keinen Adrenalinschub. Wenn das vorkommt, bedeutet das, dass etwas ganz schrecklich schief gelaufen ist, denn eigentlich sollte alles langsam und kontrolliert ablaufen.“
Der Blick von der Bastei auf die Elbe ist spektakulär.
Es erscheint schwierig, das Kletterkonzept mit den romantischen deutschen Malern und Schriftstellern des 19. Jahrhunderts unter einen Hut zu bringen. Aber Deutschland beansprucht die Erfindung dieser Sportart für sich. Genauer gesagt, die Sandsteinfelsen der Sächsischen Schweiz. Ihren Namen erhielt die Landschaft im Südosten Deutschlands nahe Dresden im 18. Jahrhundert von zwei Schweizer Künstlern, Adrian Zingg und Anton Graff, die sich dort an ihre Heimat erinnert fühlten.
Jeden Tag besuchen bis zu 50.000 Personen die Brücke und die Aussichtsplattformen der Bastei.
Die bizarren Felsformationen dieses Naturparks weckten die Aufmerksamkeit von Künstlern, bevor die Sportler sie für sich entdeckten. Ein Beispiel dafür sind die Landschaften, die an dem 112 Kilometer langen „Malerweg“ im Elbsandsteingebirge versammelt sind. Wanderer, die dem Weg durch Schluchten, Kamine, Felsentore und Vulkangestein folgen, fühlen sich wie in den Gemälden von William Turner oder Caspar David Friedrich. Auf dem bekanntesten Bild von Friedrich – „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ – betrachtet ein junger Mann mit dem Rücken zum Betrachter eine Felsenlandschaft im Nebel mit dem Felsenmassiv der Bastei im Hintergrund. Es ist das Wahrzeichen des Naturparks mit 1100 Gipfeln und 21.000 Klettersteigen. Die Landschaft entlang der Elbe ist so spektakulär, dass sie einigen Opern als Kulisse gedient hat.
Naturliebhaber wissen, wie einzigartig diese Landschaft ist. Vielleicht aus dem Wunsch sie zu schützen, entstand hier das Freiklettern. Damit die Felsen nicht beschädigt werden, ist Geschicklichkeit wichtiger als technisches Equipment.

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