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Kathrin Ernest | Kitsurf-Lehrerin

„Mauritius ist das Gegenteil eines hektischen Lebens“

Die Kitesurf-Lehrerin Kathrin Ernest verrät uns die besten Wassersportgebiete auf Mauritius, unter Wassersportlern einer der beliebtesten Orte im Indischen Ozean.

Text: Guadalupe Rodríguez | Fotos: Kreativa Visual and Shutterstock | Video: Kreativa Visual

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chon als Jugendliche war Kathrin Ernest Kunstturnerin und Weltenbummlerin, bereits vor ihrem Studium an der Sporthochschule Köln arbeitete sie in den USA, Griechenland, Australien, Spanien, Holland und Ägypten. Doch ihre Entscheidung, sich auf Mauritius niederzulassen, war ihr größter Schritt. Dort hat sie eine Familie gegründet, und ein Unternehmen, die Firma KiteGlobing in Bel Ombre. Nun kann sie sich jeden Tag einer ihrer größten Leidenschaften widmen, dem Kitesurfen.

Warum hast du dich entschieden, auf die Insel Mauritius zu ziehen?

Mauritius ist eine Perle mitten im Indischen Ozean. Eine kleine, grüne, ruhige Insel, auf der viele Kulturen auf kleinstem Raum miteinander leben. Dennoch ist sie nicht überfüllt. Vergleicht man sie mit dem hektischen Leben einer deutschen Großstadt, so ist sie genau das Gegenteil davon, und das gefällt mir.

Sind die Bedingungen zur Ausübung von Wassersport gut?

Die Wassertemperatur ist das ganze Jahr über mild. Sie liegt nie unter 22 Grad. Im Dezember erreicht sie 26 oder 28 Grad. Der Wind ist normalerweise konstant, in einigen Monaten sogar stark. Wobei man auch ohne Wind zahlreiche Wassersportarten das ganze Jahr über ausüben kann. Zu den am häufigsten praktizierten zählen das Kitesurfen, Surfen, Windsurfen, Schnorcheln, Tauchen und Fischen.

Man sagt, dass das Kitesurfen, das man mit einem Drachen und einem Surfbrett praktiziert, der erschwinglichste Extremsport ist. Können Touristen ohne Erfahrung sich in diesem Sport versuchen oder ist eine bestimmte körperliche Voraussetzung erforderlich?

Nein, jeder kann es machen. Von Kindern ab sechs Jahren bis hin zu Personen von über 70. Kitesurfen ist für alle geeignet, weil es mehr Technik als Kraft erfordert. Es gibt Gurte und Drachen je nach Gewicht und Größe der Person. Auf Mauritius herrschen ideale Bedingungen, um das „Wavekiten“ auf dem offenen Meer hinter den Korallenriffen auszuüben. Anfänger sollten jedoch innerhalb der Lagune bleiben, die die Korallenriffe vom offenen Meer trennt. Hier ist der Wasserspiegel perfekt, und man muss noch nicht einmal einen Neoprenanzug tragen. Es ist gut für alle. Sie sollten kommen und es selbst ausprobieren.

Das Kitesurfen ist für alle, weil es mehr Technik als Kraft erfordert
Außerhalb der Korallenriffe bietet Mauritius großartige Möglichkeiten zum „Wavekiten“.

Welche Gegenden der Insel eignen sich am besten zur Ausübung von Wassersportarten?

Für Sportarten, die Wind erfordern, ist der Südwesten das ganze Jahr über ideal, ebenso die Ostküste im südlichen Winter. Zum Surfen oder Tauchen Tamarin und die Westküste, während die Ostküste rund um Palmar und Belle Mare eine wunderschöne Umgebung zum Schnorcheln und Tauchen darstellt.

Erkundest du gerne die Insel?

Ich habe viel gesehen, doch kehre ich wegen der wunderschönen und vielseitigen Naturlandschaften immer wieder in den Süden zurück. Hier findet man Zuckerrohrplantagen, das Meer und die Berge, von deren Gipfeln man einen atemberaubenden Ausblick hat. Gerne fahre ich auch die Ostküste entlang, von Palmar bis in den Süden.

Die Wassertemperatur auf Mauritius ist das ganze Jahr über mild.

Gibt es eine Attraktion auf der Insel Mauritius, die unterbewertet wird?

Ich empfehle allen, die die Insel besuchen, das Essen zu probieren, sowohl das der Straßenküchen, als auch in einem guten Restaurant.

Kathrin Ernest hat ihr Leben dem Sport gewidmet, in ihrer Studien- und ihrer Berufswahl.

Was empfiehlst du den Besuchern von Mauritius?

Es gibt viele Gründe, nach Mauritius zu reisen: den Strand, eine Bergwanderung, die Märkte in Port Louis, die Tempel und viele weitere Highlights, wie Chamarel. Ich empfehle jedwede Art von Wassersport wie Kitesurfen, Surfen, Tauchen oder Ausflüge, um Delfine zu sehen. Dass man keine Angst haben sollte, mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu treten. Mit Kindern zu reisen ist auch sehr sicher.

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