>>>Ushuaia , gemeinsam bis ans Ende der Welt

Ushuaia , gemeinsam bis ans Ende der Welt

Jetzt haben Sie keine Ausrede mehr: Lösen Sie Ihr Versprechen ein und begleiten Sie Ihre große Liebe nach Ushuaia in Argentinien, der abgelegensten Stadt der Welt.
U
m den Titel „Ende der Welt“ streiten sich Argentinien und Chile schon seit über 100 Jahren. Die Chilenen behaupten, Puerto Williams sei die dem Südpol am nächsten gelegene Stadt; die Argentinier halten dagegen, dass es sich dabei (im Gegensatz zu Ushuaia) um ein Militärlager handelt und nicht um eine Stadt. Für die Argentinier ist deshalb Ushuaia das Ende der Welt, auch wenn die Stadt zehn Kilometer weiter vom südlichsten Punkt entfernt liegt.
Ein Wanderwegenetz bringt Wanderer zur Lapataia-Bucht.

Segeln ums Ende der Welt

Ein beheizter Katamaran bringt Sie über den Beagle-Kanal vom Hafen von Ushuaia bis zum Leuchtturm Les Éclaireurs. Danach geht die Fahrt weiter bis zur Isla de los Lobos und zur Isla de los Pájaros.

Ushuaia, eine der saubersten Städte der Welt, liegt am Ufer des Beagle-Kanals. Sie wurde am 12. Oktober 1884 von dem argentinischen Seemann Augusto Lasserre gegründet, nachdem die Engländer ihm den territorialen Anspruch auf die Bucht übertragen hatten. Heute hat die Stadt über 60.000 Einwohner und verfügt über den zweitwichtigsten Hafen des Landes. Sie liegt mitten im Martial-Gebirge im äußersten Süden der Isla Grande de Tierra del Fuego, der großen Feuerlandinsel. Ushuaia wurde auch für seinen Kerker bekannt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut wurde und heute als Schifffahrts- und Gefängnismuseum dient. Besucher erfahren bei einem Museumsbesuch, unter welchen Bedingungen die Gefangenen hier lebten, die im wahrsten Sinne des Wortes bis ans Ende der Welt geschickt worden waren.
Elf Kilometer vor der Stadt liegt der Feuerland-Nationalpark. Auf 63.000 Hektar wachsen hier die südlichsten andinisch-patagonischen Wälder. Den Park erreicht man über die Nationalstraße Nummer 3, am Roca-See kann man zelten. Der Park wird von den Anden, dem Fagnano-See und dem Beagle-Kanal umrahmt. Es gibt mehrere Wanderwege, darunter den Weg zur Lapataia-Bucht, der zum südlichsten Punkt Lateinamerikas führt. In der Bucht kann man Enten, Regenpfeifer und andere Wasservögel beobachten.
Auf einer Bootsfahrt durch den Beagle-Kanal kann man Seehunden beim Spielen zusehen.
Der Martial-Gletscher ist der andere große Protagonist von Ushuaia. Vom Gipfel auf 1500 Meter Höhe hat man die beste Aussicht auf die Umgebung. Das erste Stück des Anstiegs erfolgt mit der Seilbahn, danach geht es zu Fuß auf dem Eis weiter. Im Winter hat das 56 Kilometer große Skigebiet geöffnet und lockt Alpinskifahrer und solche an, die sich abseits der Pisten vergnügen möchten.
Les Éclaireurs ist der südlichste Leuchtturm der Erde und damit „das Ende der Welt“.
Außerhalb von Ushuaia, 60 Kilometer weiter nördlich, liegt der See Escondido, 100 Kilometer entfernt befindet sich der Fagnano-See, beide sind über die Nationalstraße Nummer 3 zu erreichen. Der Garibaldi-Pass an der Landstraße nach Tolhuin bietet die schönste Sicht auf den See Escondido. Der Fagnano-See ist der größte der Isla del Fuego. In seiner Mitte liegt die Falla de Magallanes, die Stelle, an der die südamerikanische und die Scotia-Platte zusammenstoßen.
In Ushuaia kann man den „Tren del Fin del Mundo“, den „Zug am Ende der Welt“ besteigen, um die Strecke des ehemaligen Gefangenenzuges zu sehen. Die gesamte Strecke führt am Nationalpark Tierra de Fuego entlang. Die letzten sieben Kilometer fährt die Eisenbahn entlang des Flusses Pipo bis zu den Feldern, wo die Gefangenen Holz hacken mussten. Im Gegensatz zu früher wird in diesem Zug jedoch ein luxuriöses Essen mit Seespinne, Lachs oder in Rotwein mariniertem Lamm serviert.
Ob es nun Werbung des Tourismussektor ist oder nicht: Man muss nach Ushuaia, um sagen zu können, man wäre am Ende der Welt angelangt … es sei denn, man unterhält sich mit einem Chilenen.

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