>>>Festivals für das, was von 2016 bleibt
Foto: Porto Bay Trade/ VisualHunt

Festivals für das, was von 2016 bleibt

Das Ende des Jahres rückt näher, aber noch ist Zeit für ein letztes Vergnügen. Notieren Sie sich diese Termine und machen Sie sich bereit.
W

enn Sie glauben, bis Ende Dezember läge eine lange Zeit ohne Partys und Vergnügungen vor Ihnen, kennen Sie nicht die Festivals, die in den letzten drei Monaten von 2016 veranstaltet werden. Sie werden sich wünschen, das Jahr würde niemals enden.

Harry Potter Festival in Chestnut Hill, USA (21.-22. Oktober)

Schon zehn Tage vor Halloween laufen in diesem Stadtteil von Philadelphia viele Hexen herum. Andere Besucher tragen Schuluniformen und farbige Schals. Alles zu Ehren des von J. K. Rowling erschaffenen Zaubererschülers. Das Viertel wird zum magischen Dorf Hogsmeade und zu den Aktivitäten gehören eine Runde durch die Pubs (mit Butterbier natürlich) und eine Partie „Quidditch“. Auch „Muggels“ sind willkommen.

Die Parade durch die Duval Street ist das am meisten erwartete Event des Fantasy Festes. Sie beginnt am Samstag, den 29. Oktober um 19 Uhr.
Foto: Rob O'Neal/Florida Keys News Bureau/HO

Halloween ist im Anmarsch

Auch wer zu alt ist für „Süßes oder Saures“ darf sich gruseln. In Derry-Londonderry geht das beim Banks of the Foyle Halloween Carnival mit dem größten Straßenumzug in Europa. Und das nicht erst seit Kurzem: Der Ursprung dieses Festes, das keltische Samhain, wird in Irland seit 100 n. Chr. gefeiert.

Fantasy Fest in Key West, USA (21.-30. Oktober)

Feiern Sie „Mardi Gras“ in Florida. Das Festival, eines der extravagantesten der USA, lässt sich durchaus mit dem Karneval von New Orleans vergleichen. Es gibt Paraden, karibische Musik und verrückte Verkleidungen. Seit 1979 nimmt dieses „erwachsene Paradies“ zehn Tage lang die Straßen der Stadt ein, jedes Jahr unter einem anderen Motto. In diesem Jahr verspricht man, den Wahlkampf mit „Politisches Voodoo und Barbaren an den Urnen“ anzuheizen.

La Calaca in San Miguel de Allende, Mexiko (29. Oktober – 2. November)

Der ikonische Totenschädel vom Tag der Toten ist das Symbol dieses Festivals, das die Tradition im „Hipster-Modus“ neu interpretiert. In dem mexikanischen Städtchen, einem UNESCO-Welterbe, dreht sich alles um Kunst und Kultur für jeden. Mehr als 400 Catrinas, eine Skelett-Skulptur, die symbolisch für den Tag der Toten in Mexiko geworden ist, stolzieren durch die historische Altstadt. Alle Aktivitäten sind kostenlos, denn jeder soll daran erinnert werden, dass „wir angesichts des Todes alle gleich sind, wir sind alle Skelette“.

Alle Aktivitäten der Calaca „ehren, fördern und erkunden die Traditionen zwischen Leben und Tod“.
Foto: varialstudio.com

Iceland Airwaves in Reykjavik, Island (2.-6. November)

Musik aus Island, das sind nicht nur Björk und Sigur Rós. Was als Party in einem Hangar begann, hat sich zu einem bedeutenden Musikfestival entwickelt. Aufstrebende Bands und bekannte Künstler spielen Konzerte in kleinen Lokalen, ganz anders als bei den üblichen Makrofestivals. Die Energie ist allerdings gleich. Ein weiterer Pluspunkt: Das Festival findet zur Zeit der Nordlichter statt. Und PJ Harvey tritt auf!

Beim Ticket für das Wonderfruit Festival ist die Übernachtung auf einem Campingplatz inbegriffen. Für einen Preis ab 20.000 Bath wird auch ein „Boutique Camping“ angeboten.

Wonderfruit Festival in Pattaya, Thailand (15.-18. Dezember)

Wegen der coolen Atmosphäre und seinem Fokus auf Nachhaltigkeit ist dieses Festival auch als thailändisches Coachella bekannt. Es startete 2014 und eroberte die Musikkritiker mit seiner Kreativität. Mit Konzerten, Vorträgen und künstlerischen Installationen möchte man die Teilnehmer positiv beeinflussen. Es sei „ein multisensorisches Erlebnis“, heißt es im Programm. Zu den Aktivitäten gehören Unterricht in Muay Thai und Workshops für florale Bildhauerei.

Burning the Clocks in Brighton, England (21. Dezember)

Die Wintersonnenwende an einem Strand in England feiern – warum nicht. „Burning the Clocks“ entstand 1993 als Reaktion auf den weihnachtlichen Konsumterror. Während dem Festival gleicht Brighton einem Lichtermeer. Die Prozession startet mit einem großen Feuer am Strand, in dem die Wünsche und Hoffnungen für das nächste Jahr verbrannt werden. Hinter der Organisation steht die künstlerische Vereinigung Same Sky.

 

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