>>>Das afrikanische Surfparadies

Das afrikanische Surfparadies

Beim Surfsport zeigt sich Marokko von seiner alternativen Seite. Die 3500 Kilometer lange Küste mit den berühmten großen, rechtshändigen Wellen ist perfekt für die Liebhaber des Neoprenanzugs.
Die Surfsaison läuft in Marokko von Oktober bis April bei einer Durchschnittstemperatur von 25 Grad. Viele Surfer aus aller Welt, insbesondere aus Europa, nutzen diese guten Verhältnisse und die leeren Strände, um die perfekte Welle zu finden.
Die südliche Region Agadir zählt 300 Sonnentage, hier liegen auch die meisten Surfspots. Die Stadt Taghazout wird als Mekka des Surfsports in Marokko bezeichnet. Sie verwandelte sich in den 60ern in das Revier der Hippies und ist heute für ihre menschenleeren Strände sowie für ein Ambiente bekannt, in dem sich die Berberkultur mit der Surferkultur vermischt. In ihrer Umgebung befinden sich einige der renommiertesten Spots, wo die Wellenverhältnisse sowohl für Anfänger als auch für Profis gut sind. Anchor Point ist wegen seiner Welleneigenschaften einer der bekanntesten Surfspots in dieser Region: Die Wellen sind lang, haben Kraft und besitzen verschiedene Abschnitte. Den Namen erhielt dieser Spot 1967 von Jimi Hendrix. Er war ein regelmäßiger Besucher der marokkanischen Küste. Ganz in der Nähe befinden sich Devil´s Rock und Banana Beach, geeignet für Anfänger, oder Mysteries mit seinen langen Wellen, die durch ein seichtes Riff geformt werden.
Die Dörfer in der Nähe von Essaouira sind für ihr Hippie-Ambiente bekannt.
Foto: cdrin / Shutterstock.com
Nur 20 Minuten von Essaouira entfernt liegt einer der besten Orte zum Surfen und Windsurfen – dank der konstanten stürmischen Winde. Sidi Kaouki ist der Treffpunkt für erfahrenen Surfer, die nach herausfordernderen Wellen suchen. In dieser Region der marokkanischen Küste, umrahmt von der Schönheit des unberührten und über zwei Kilometer langen weißen Sandstrandes, sind aber auch Rastas und Chillen angesagt. Etwas weiter nördlich, in der Nähe der Stadt El Jadid, liegt Sidi Bouzid, einer der weltweit berühmten „Point Breaks“. Seine Wellen zählen aufgrund ihrer Regelmäßigkeit und Kraft zu den zehn besten der Welt.
Das Kameltrekking ist eine weitere Aktivität, die viele Touristen an den Strand von Sidi Kaouki lockt.
Foto: Michel Piccaya / Shutterstock.com
Die guten Surfspots sind über die gesamte marokkanische Atlantikküste verteilt. Im Norden, wo die Wellten seichter sind, sind diejenigen richtig, die das Wellenreiten erlernen möchten. Zwischen der lebhaften Stadt Casablanca und der Hauptstadt Rabat ist der Strand von Bouznica eine Ruheoase.
Mit der Quicksilver Pro Casablanca wird Marokko Teil des Surf-Weltmeisterschaftsturniers.
Foto: ©WSL/Masurel
Trotz der hohen Wellenqualität war Marokko bis lange kein Gastland der Surf-Meisterschaften. Dies änderte sich jedoch im September 2015, als dort die erste Meisterschaft für Profisurfer stattfand, und zwar die „Quiksilver Pro Casablanca“. Den Sieg errang der portugiesisch-brasilianische Surfer Pedro Henrique, der sich 2015 außerdem den europäischen Meisterschaftstitel sicherte. Ramzi Boukhiam, der als bester marokkanischer Profisurfer gilt, hob die Bedeutung der Veranstaltung in seinem Land hervor, da „es sehr gute Surfer gibt, die nicht über die ausreichenden Mittel verfügen, um an internationalen Wettbewerben teilzunehmen“. Ein historischer Moment für Marokko, ein Land, das bereits weltweit als Surfziel bekannt ist.

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