>>>Ein Abenteuerjahr in Wales
Foto: ©VisitBritain / Joe Cornish

Ein Abenteuerjahr in Wales

Steile Klippen, bewaldete Hügel und 1000 Meter hohe Gipfel: Die britische Region Wales ist ein Sportparadies, nicht nur für Wanderer.
Wales ist von jeher ein Land der Kämpfer. Sei es gegen die Römer, Wikinger oder Engländer. Nach dem Niedergang der Bergbauindustrie kämpfen die Bewohner jetzt für eine Weiternutzung der Anlagen, mit denen früher Eisen und Kohle gefördert wurde. Ein kleiner Sieg: Surf Snowdonia, ein Surfpark mit der höchsten künstlichen Welle der Welt. Er befindet sich auf dem Gelände einer verlassenen Alugussfabrik in Dolgarrog, einer kleinen Ortschaft im Norden Wales.
Das Coasteering vereint mehrere Sportarten beim Erkunden der Küste.

Die Berge von Wales

Hugh Grant verfeindete sich im Film „Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam“ mit einem ganzen Dorf, als er versuchte, den örtlichen Berg zu vermessen. Denn die Waliser sind stolz auf ihre durch die Eiszeit entstandende Landschaft. Diesmal wollen wir besser nicht vom Film sprechen.

Das neue Unterfangen des Landes, das das „Coasteering“ erfand. Diese Trekking-Variante besteht darin, die Küste tauchend, kletternd, unter Erkundung der Höhlen und Abseilen zwischen den Felsen, zu entdecken. Dazu bietet Wales ideale Landschaften, denn seine Küste ist rau und wild. [Die gesamte Region ist dank ihrer bewaldeten Hügel und 15 Gipfel mit fast tausend Meter Höhe ein Paradies für Abenteuersportler.
„Der Abenteuertourismus ist hier stark im Kommen“, versichert Sean Taylor, Geschäftsführer von Zip World, der längsten Seilrutsche Europas und der schnellsten weltweit. Bis zu vier Personen können gleichzeitig über die Landschaft des Bergbauortes Blaenau Ffestiniog in der Region Gwynedd fliegen. In den unterirdischen Kreidebergwerken kann man auf Riesentrampolins springen und mit Hilfe von Netzen und Rutschen die farbig beleuchteten Höhlen durchqueren.
Die längste und schnellste Seilrutsche Europas befindet sich in Gwynedd.
Foto: Blazing Minds via Foter.com / CC BY-ND
Für Wales ist der Tourismus im Freien kein Neuland. Seine Naturparks erfreuen sich bei Mountainbikern und Wanderern seit Jahrzehnten größter Beliebtheit. Der Nationalpark Snowdonia im Norden von Wales ist der bekannteste. Hier erhebt sich der Snowdon, mit seinen 1085 Metern der höchste Gipfel von Wales. Und obwohl man den Gipfel mit der Bahn erreichen kann, steht er den Alpengipfeln in nichts nach. Hier und an den weiteren 14 Bergen im Park mit über 900 Metern Höhe finden sich zahlreiche Gelegenheiten zum Schwimmen, Rafting, Abseilen oder Klettern und natürlich auch einfach zum Spazierengehen zwischen Seen und Wasserfällen.
Mount Snowdown ist mit 1085 Metern der höchste Berg von Wales.
Foto: ©VisitBritain / Joe Cornish
Zwischen Snowdonia und dem Park Brecon Beacons liegt das Kambrische Gebirge. Seine Täler sind perfekte Schauplätze zum Beobachten von Vögeln, Fotografieren oder Schnorcheln in den Seen. Brecon Beacons setzt stattdessen auf Ponyreiten, Kanufahren und Mountainbiken, Höhlenforschung, Angeln, Canyoning und Drachenfliegen. Mit einem derart breiten Angebot an Aktivitäten ist es nicht weiter verwunderlich, dass die walisische Regierung das Jahr 2016 zum Jahr des Abenteuers ernannt hat. Man bräuchte mehr als ein Jahr, um alle Aktivitäten auszuprobieren, die Wales bietet.

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