>>>Die Wächter des Virunga-Parks

Die Wächter des Virunga-Parks

Der älteste Nationalpark Afrikas ist die Heimat von über 1100 Arten. Auch viele Berggorillas leben hier. Nach Jahren des Kriegs ist der Park nun wieder für den Tourismus geöffnet.
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aisha ist eine von 800 weltweit noch lebenden Berggorillas. Das Weibchen hat das Glück, im Senkwekwe Center des Virunga-Nationalparks zu leben und André Bauma als „Adoptivmutter“ zu haben. Maisha ist sich dessen nicht bewusst, aber sie war bei den Oscars. Sie war eine der Hauptdarstellerinnen des Dokumentarfilms „Virunga“, der bei Netflix gezeigt wurde. Bei den Oscars 2015 war er in der Kategorie des besten Dokumentarfilms nominiert. Zwar hat Maisha die Statue nicht gewonnen, aber sie hat dabei geholfen, den Virunga-Nationalpark bekannt zu machen. Trotz seiner 7800 Quadratkilometer und seines landschaftlichen Reichtums ist er einer der am wenigsten besuchten Parks in Afrika. Er befindet sich in der Demokratischen Republik Kongo und litt jahrelang unter den Kriegen in dieser Region. Dank seiner Ranger ist der Park heute wieder ein sicherer Ort.
Für die Dorfbewohner gehören die Gorillas zur Familie. Als 2007 mehrere Gorillas getötet wurden, kam das ganze Dorf, um die toten Tiere zu begraben.
Er ist für Besucher geöffnet und hat im Jahr 2015 im Tourismussektor die besten Zahlen seiner Geschichte erzielt. Die Unterkünfte im Park sind wieder in Betrieb und auch die Tiere sind in ihre alten Lebensräume zurückgekehrt: die Nilpferde an den Eduardsee, die Berggorillas an die Ausläufer des Mikeno-Vulkans, die Elefanten, Büffel und Antilopen in die Rwindi-Ebene.
 
Wilderer töten die Eltern, um die Gorillajungen auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Maisha und die übrigen Waisen konnten gerettet werden und leben heute im Senkwekwe Center
Der Park wurde 1925 vom belgischen König Albert I. gegründet, der ihn auf seinen Namen taufte. 1969 wurde er als Virunga-Nationalpark bekannt und zehn Jahre später wegen der „unvergleichlichen Vielfalt seiner Habitate“ zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. Im Park gibt es Sümpfe, Wälder, Steppen, Ebenen, Savannen und Vulkane wie den Nymulagira, den aktivsten Vulkan Afrikas mit mehr als 40 Eruptionen seit dem Jahr 1800. Der letzte Ausbruch war im November 2011. Ein anderer bekannter Vulkan ist der Nyiragongo. Nur wer seine 3470 Meter erklimmt, kann den größten Lavasee der Welt bewundern.
Im Virunga-Nationalpark gibt es mehrere Ökosysteme. Es wurden mehr als 2000 Pflanzenarten identifiziert
Es gibt auch Schnee hier. Die mehr als 5000 Meter hohen Gipfel des Ruwenzori-Gebirges an der Grenze zu Uganda, auch als „Mondberge“ bekannt, sind mit einer permanenten Schneeschicht bedeckt. Doch wenn Virunga sich durch etwas hervorhebt, dann sind es seine Bewohner. Die Könige des Dschungels sind die vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Rund ein Viertel aller noch lebenden Exemplare sind hier ansässig.
Sie teilen sich ihren Lebensraum mit zwei anderen großen Affenarten, dem Schimpansen und dem Östlichen Gorilla. Außerdem leben hier mehr als 20.000 Nilpferde, Wald- und Savannen-Elefanten, Löwen, Büffel, Warzenschweine, Antilopen, bis zu 706 verschiedene Vogelarten und das Okapi, das oft als lebendes Fossil angesehen wird. Mit dieser Artenvielfalt ist es nicht verwunderlich, dass Julie Williams, verantwortlich für den Parktourismus, dazu sagt: „Er könnte zur wichtigsten Touristendestination in Afrika werden“. Wir sehen uns bald, Maisha.

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