>>>Die Liebe in Zeiten des Grünkohls

Die Liebe in Zeiten des Grünkohls

Am Abend essen zu gehen, ist jetzt kein Problem mehr. Immer mehr Restaurants passen ihre Speisekarten an, um Vegetarier und Fleischesser gleichermaßen zufriedenzustellen. Vergessen Sie Ihre Vorurteile. Bon appétit!
Bei über 600 Millionen Vegetariern in der Welt ist es nicht selten, dass ein Partner eines Paares Vegetarier ist und der andere nicht. Am Samstagabend ringen Millionen von ihnen darum, dass einer von ihnen nachgibt, um in ein Veggie-Restaurant zu gehen oder sich für ein traditionelles Restaurant zu entscheiden, wo sich die Auswahl für Vegetarier auf einen Salat beschränkt. Glücklicherweise gibt es für diese Paare immer mehr Lokale, die in ihre Speisekarten gemüsebasierte Gerichte aufnehmen. Fleisch und Fisch machen Brokkoli, Süßkartoffel und Avocado Platz.
Die Anhänger der Bewegung „Vom Hof auf den Tisch“ veröffentlichen üblicherweise die Herkunft der verwendeten Rohstoffe. Der Rosenkohl im Dig Inn stammt von der Bayview Farm in Jamesport.
Foto: Dig Inn

Fleischlose Montage

Die Kampagne „Fleischloser Montag“ schlägt vor, an einem Tag in der Woche kein Fleisch zu essen. Der aus dem Fernsehen bekannte italo-amerikanische Koch Mario Batali hat sich der Kampagne angeschlossen. Seine Pizzerien OTTO in New York und Las Vegas empfehlen sie ihren Gästen.

New York – das Veggie-Fieber
Der große Apfel hat, wie fast immer, in dieser kulinarischen Tendenz die Nase vorn. Die Köche, sogar die der gehobenen Gastronomie, haben die Speisekarten ihrer Restaurants grün eingefärbt. Dovetail, Inhaber eines Michelin-Sterns, bietet jeden Montag ein vegetarisches Menü und ein weiteres auf Gemüse konzentriertes Menü. Die ganze Woche über bereitet Koch Jean-Georges im ABC Kitchen Gerichte mit biologischen Saisonprodukten zu. Er teilt ebenfalls die Philosophie „vom Hof auf den Tisch“ mit Dig Inn, einer Restaurantkette, die gesunde Küche demokratisieren möchte, indem sie sie erschwinglich macht.
iLatina ist laut der Jury von „50 Best Restaurants“ eines der einflussreichsten lateinamerikanischen Restaurants.
Buenos Aires – im Land des Grillfleischs
Die Panini und Crostini bei Il Bambino sind bald im Greenwich Village, in NYC zu haben.
In Argentinien ist es nicht einfach, Vegetarier zu sein. Mit 91,7 Kilogramm pro Person gehört es zu den 20 Ländern mit dem höchsten jährlichen Fleischkonsum. Wenn ein Verzicht auf Grillfleisch nicht infrage kommt, gibt es mehrere gemischte Restaurants. Rogelia im Außenbezirk von Buenos Aires serviert Hausmannskost. Ihre Mangold-Windbeutel mit Allioli sind genauso schmackhaft wie die Rippchen vom Jungstier. Bei Ninina Bakery ist man auf Rindfleischhamburger, aber auch vegetarische und vegane Hamburger spezialisiert. iLatina passt seine gehobene lateinamerikanische Küche an, um eine vegetarische Version aller seiner Gerichte anbieten zu können. Ziehen Sie die Fisch- oder die Pilz-Ceviche vor?
London – multikultureller geht es nicht
Der französische Koch Bruno Loubet erklärt sich im Krieg zwischen Veganern und Fleischessern für neutral und argumentiert, dass Fleisch, Fisch und Gemüse in seinen Gerichten dieselbe Gewichtung haben. Aber er kann seine Neigung zum Grün nicht verheimlichen. Ein Besuch im Grain Store reicht aus, um sich davon zu überzeugen. Eine weitere Option sind die indischen Gerichte bei Lotus am Leicester Square. Indien ist weltweit das Land mit den meisten Vegetariern – rund 40 Prozent seiner Bevölkerung. In indischen Restaurants gibt es deshalb für fast alle Gerichte auch eine vegetarische Version.
Kalifornien – flexible Menüs
In der Veggie-Hauptstadt par excellence werden die Speisekarten bereits seit Jahren den anspruchsvollen Gästen angepasst. In diesem Zusammenhang ist Gather ein nachhaltiges Restaurant im grünsten Gebäude Berkeleys. Die New York Times bezeichnete es als „definitive Lösung für Allesesser“. Zur Beruhigung der Fleischesser: Es ist möglich, die Gemüsegerichte mit Bacon zu ergänzen. Bei Mohawk Bend badet Blumenkohl statt Hähnchenflügel in der Büffelsauce und das Ergebnis ist einfach spektakulär.

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