>>>Die gruseligsten Pläne für Halloween

Die gruseligsten Pläne für Halloween

Schlüpfen Sie in die Haut eines Gefangenen, spazieren Sie durch eine Gasse voller Geister oder „schlafen“ Sie in einem Hotel, in dem seltsame Dinge passieren. Trauen Sie sich ein echtes Halloween-Erlebnis zu?
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ergessen Sie Freddy Krueger, die Mörderpuppe und andere fiktive Figuren. Die Geschichten, die man sich über diese Orte erzählt, haben wirklich stattgefunden. Sie an Halloween zu besuchen, verursacht Gänsehaut, genau wie an anderen Tagen auch.

Ein Garten voller Monster – Sacro Bosco (Viterbo, Italien)

„Ihr, die ihr durch die Welt geht, Umherirrende, die ihr Wundervolles sehen wollt, kommt hierher, wo die Antlitze von monströsen Elefanten, Löwen, Bären, Ogern und Drachen sind.“ Mit dieser Einladung machte der italienische Herzog Pier Francesco Orsini auf sein groteskes Werk aufmerksam. Zu den vergrabenen Skulpturen gehören Oger, dreiköpfige Hunde und Wasserspeier. Vielleicht ist sein unglückliches Leben eine Erklärung für diese Extravaganz: Orsini war Waise und verlor früh seine junge (und untreue) Ehefrau.

Oscar Wilde und Mark Twain gehörten zu den Stammgästen im Langham Hotel

Vollpension mit Geistern

„Plötzlich öffneten sich die Wasserhähne im Bad, ganz ohne Grund.“ Das berichtete Stuart Broad, Mitglied der englischen Kricket-Auswahl, nach seinem Aufenthalt im luxuriösen Hotel Langham in London. Man glaubt, dass im Hotel sieben Geister leben. Zimmer 333 ist das gruseligste.

Hinter Gittern – Karosta Prison Hotel (Liepāja, Lettland)

Würden Sie in einem alten Kerker übernachten, in dem fast ein Jahrhundert lang Tausende Menschen litten und starben? Das Gefängnis von Karosta war das letzte Ziel derjenigen, die Hitler im Zweiten Weltkrieg aufgrund von Fahnenflucht verurteilte. Niemand schaffte es, von dort zu fliehen. Die mutigsten Reisenden müssen sich damit einverstanden erklären, sich während ihres Aufenthalts von den Gefängniswärtern demütigen zu lassen. Man schläft auf Eisenbetten, bis einen die Schreie wecken. Inbegriffen sind eiskalte Duschen und strenge Befragungen.

Die Unterwelt – Mary King’s Close (Edinburgh, Schottland)

Unter der Royal Mile lebten über drei Jahrhunderte die Pestkranken von Edinburgh. Die Armen wurden von der Erdoberfläche verbannt an einen unheimlichen Ort, ohne Platz für Privatleben, ohne Belüftung und voller Ratten, die die Pest und andere Krankheiten mit sich trugen. Ihre Leichen wurden in Gassen wie Mary King’s Close gestapelt. Schnell machten Gerüchte über Dämonen und Geister die Runde. 2003 wurde diese Unterwelt als Touristenattraktion wiedereröffnet. Der berühmteste Geist ist Annie, ein Mädchen, das dort von seinen Eltern zurückgelassen wurde.

Die Besucher von Mary King’s Close bringen dem Geist von Annie Plüschtiere und Puppen.
Foto: The Real Mary King’s Close

Blutige Wellen – Changi Beach (Changi, Singapur)

Mehr als 70 Jahre sind seit dem Zweiten Weltkrieg vergangen aber Fischer berichten, dass sich hier noch immer menschliche Schädel in ihren Netzen verfangen. Tausende wurden in Malaysia und Singapur vom japanischen Militär gefoltert. Der Strand von Changi war einer der ersten Orte, an denen die Hinrichtungen durchgeführt wurden. Besucher sind sicher, dass man dort Schreie und Schluchzer hört. Manche berichten sogar, Blutflecken im Sand gesehen zu haben. Wer sich vor den Geistern nicht fürchtet, kann hier einen der spektakulärsten Sonnenuntergänge Singapurs erleben.

Die Beelitz-Heilstätten dienten im Zweiten Weltkrieg als Militärkrankenhaus.

Das Krankenhaus der Diktatoren – Beelitz-Heilstätten (Potsdam, Deutschland)

Heute dient es als Schauplatz für Filme wie „Der Pianist“ von Roman Polanski, aber viele Jahre lang war der Schrecken hier nicht nur Fiktion. Das Haus wurde 1898 als Sanatorium für Tuberkulosekranke erbaut, im Zweiten Weltkrieg wurden hier verwundete Soldaten der deutschen Wehrmacht und sogar Adolf Hitler behandelt. Später dann auch Erich Honecker, der an Leberkrebs litt. Nachdem das Krankenhaus 1994 aufgegeben wurde, diente das Gebäude als Schuttabladeplatz. Trotz seines ruinösen Zustands trauen sich viele, es zu besichtigen.

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