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Die besten Reiseziele für Backpacker-Neulinge

Es ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern des Prinzips. Als Rucksacktourist bereist man die Welt ohne Eile und vorurteilsfrei. Ist das etwas für Sie? Wir erzählen Ihnen, wo Sie anfangen können.
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en das Reisefieber befällt, der lässt sich durch Geldmangel nicht stoppen. Auch wenn es bedeutet, sich anpassen zu müssen. Die ersten Requisiten, die man beiseite legen muss, sind Vorurteile und Bedenken – sehr schlechte Reisebegleiter. Rucksackreisen heißt nicht nur, Räder gegen das Gewicht auf dem Rücken zu tauschen. Es bedeutet auch, in muffigen Mehrbettzimmern mit internationalen Schnarchgeräuschen als Backround zu schlafen und sich Badezimmer zu teilen, die nichts für Pingelige sind. Ohrstöpsel und Schlafmasken sind dabei gute Verbündete. Und Schlappen, unabdingbar in manchen Bädern. Auch ein guter Reiseführer, bequeme Schuhe und Mückenspray sollten auf jeden Fall Platz im Rucksack finden. Grundlegende Englischkenntnisse, eine Bauchtasche und das Bewusstsein, dass man zwar seine Kleidung, nicht aber seinen Reisepass verlieren darf, sind das Wichtigste. Gefolgt vom Lernen zu handeln, sich nicht zu schämen, zu fragen und besonnen zu sein. Wer das verinnerlicht hat, dem fehlt nur noch Toleranz und dann… gute Reise. Sie werden Reisende aus der ganzen Welt kennenlernen. – Und das sind die besten Reiseziele für Neulinge:

Die Khao San Road in Bangkok, auch als „Rucksack-Ghetto“ bekannt, ist die berühmteste Straße der thailändischen Hauptstadt. Früher war der Reishandel in diesem Stadtteil ansässig, bis 1982 das erste Hostel mit günstigen Übernachtungsmöglichkeiten eröffnete. Die ersten Rucksackreisenden tauchten auf und fachten das Geschäft an. Heute ist es eines der größten Stadtviertel der Welt, das sich auf dieses Touristenprofil spezialisiert hat.

Traveller on a mountain.
An den meisten Orten braucht man eine Genehmigung zum Zelten.
Foto: Mahir Uysal

Afrika, eine unerschlossene Destination

Afrika bietet einiges, was sich Rucksacktouristen wünschen: gutes Klima, wunderschöne Landschaften... Aber der Mangel an günstigen Unterkünften und die fehlende Sicherheit machen Individualreisen schwierig. Derzeit ist Sambia ein mögliches Reiseziel. Das Land bietet Wanderungen durch fast zwanzig Nationalparks.

Auf ähnlichem Niveau wie Bangkok und ein weiteres Paradies für Backpacker ist Paharganj in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof von Neu-Delhi. Wie in dem Viertel in Bangkok gehört auch hier das Chaos zum Alltag: farbenfrohe Läden für Kleidung und Accessoires, niedrige Preise, Transportunternehmer, offen stehende Türen und vor allem Menschen, viele Menschen. Kambodscha, Laos, Malaysia – gibt es einen besseren Ort, der traumhafte Strände mit gastronomischen Köstlichkeiten vereint? – und Vietnam sind andere Destinationen in Südostasien, die man gut mit dem Rucksack bereisen kann. In dieser Hinsicht steht der asiatische Kontinent an erster Stelle, und zwar hauptsächlich aus zwei Gründen: Erstens – er ist exotisch. Und zweitens – dort ist es billig, vor allem im Vergleich zu einigen europäischen Reisezielen oder zu Neuseeland und Australien. Die beiden letzteren haben zwar eine „Backpacker-Seele“, aber eher Preise von Suiten als von Herbergen.

 

Kanada ist eine weitere Option. Viele Gästehäuser akzeptieren freiwillige Hilfe gegen Unterkunft, vor allem 2017, in dem das Land sein 150. Jubiläum als Nation feiert und – hauptsächlich in Montreal – aus diesem Anlass eine ganze Reihe von Festivals veranstaltet. Ganz ähnlich ist es in Europa. Auch wenn es teuer ist – hier gibt es schöne Reiseziele, vor allem in den Bergen, perfekt für Wanderungen mit dem Gepäck auf dem Rücken. Von den Gipfeln Europas im spanischen Asturien – der dortige Naturpark ist ein Biosphärereservat und bietet mehr als 70 geschützte Stellen – bis zu den Bergen in den österreichischen Alpen. In diesen Fällen sind gute Wanderschuhe und eine dicke Jacke ein Muss. Der griechische Olymp ist ein spektakulärer Ort für alle, die sich an den fast 3000 Meter hohen Aufstieg wagen. Zeus und die anderen Götter werden ihnen sicher eine Hand reichen.

Mount Kinabalu (Malaysia)
Der Mount Kinabalu ist eine empfehlenswerte Station bei einer Reise durch Südostasien. Die Tourismusbehörde Malaysias beschreibt ihn als „einen der sichersten und am leichtesten zu erobernden Gipfel der Welt“.

Aber wieder zurück zu günstigeren Reiseplänen: Viele lateinamerikanische Länder haben sich wegen der niedrigen Preise und der Gastfreundlichkeit der Bewohner zu perfekten Reisezielen für Rucksacktouristen entwickelt. Das Hostel Prisamata in Salta im Norden Argentiniens trägt den perfekten Slogan für Backpacker im Namen: Ruhe und sich treiben lassen sind die Schlüsselwörter. Nicaragua ist noch recht unbekannt, obwohl das Land alle Voraussetzungen eines Paradieses für Rucksackreisende erfüllt. Die Straßen sind für Fußgänger ungefährlich, die Bewohner sind gastfreundlich und es gibt Städte wie Granada, deren Häuser und Kirchen aus der Kolonialzeit Erinnerungen an die früheren Reisenden heraufbeschwören. Für Adrenalinjunkies bietet das Land Vulkane, die man auf einer Art Schlitten herunterrutschen kann – ein Trendsport.

Telica Volcano (Nicaragua).
Der Vulkan Telica, 30 Kilometer von León (Nicaragua) entfernt, ist noch aktiv.
Foto: Matyas Rehak / Shutterstock.com

Auch die Hostel-Kette Che Lagarto kennt sich mit Rucksackreisen durch Lateinamerika aus. In Brasilien, Argentinien, Uruguay, Chile und Peru bietet sie günstige Unterkunftsmöglichkeiten für Backpacker. Und wenn das Budget während der Reise zur Neige geht, gibt es hier die Möglichkeit, eine Saison lang zu arbeiten, bevor die Reise weitergeht. Ihr Slogan „La vida es ahora“ („Das Leben ist jetzt“) entspricht dem Motto der Backpacker.

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