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Aus Istanbul mit Liebe

Als einzige Stadt der Welt steht sie mit einem Bein in Asien und dem anderen in Europa. Das gilt auch für die Besucher, sie sollen Grenzen überschreiten.
Mit den neoklassischen Gebäuden und den länglichen Balkonen gleicht sie anderen europäischen Städten. Aber ein Blick in den mit Minaretten verzierten Himmel genügt, um zu bemerken, dass man sich in Istanbul befindet. Die Schaufenster der Luxusgeschäfte liegen hier neben kleinen Teestuben, in denen sich ihre Einwohner zum Shisha-Rauchen und zum Beobachten der Menschen niederlassen. Im Restaurant und Teehaus Malko können Sie das zu einem guten Preis mitten im historischen Stadtzentrum tun. Der Stadtteil Sultanahmet vereint die wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten, unter anderem die Hagia Sophia, die Blaue Moschee und den Topkapi-Palast. Seine Mauern gleichen einem Geschichtsbuch. Sie betreten das alte Konstantinopel, Hauptstadt des byzantinischen Imperiums, das später von den Osmanen erobert wurde. Heute findet der wahre Kampf im Großen Bazar statt, wo die Einkäufer mit den Teppich- und Souvenirverkäufern um die Wette feilschen. Aber fast immer gewinnen letztere.
SALT Galata
Foto: Mustafa Hazneci

Schmackhafte Türkei

Die typische Süßspeise Istanbuls heißt Lokum. Es handelt sich um eine Art Gummibonbons aus Fruchtsirup, deren Rezept über 200 Jahre alt ist. Man findet sie in jedem Bazar, aber bei Lokum Istanbul in Beskitas werden sie wie kleine Schätze verpackt.

Der Gewürzbazar ist ein weiterer Ort, wo man sich im Feilschen üben kann. Intensive Farben, Gerüche und Geschmacksrichtungen überhäufen sich in den beiden Straßen, die der Markt belegt. Der Bazar zieht auch „Foodies“ aus aller Welt an. Die mit ihnen in Mode gekommenen Gastro-Touren führen weiter über die Galatabrücke zum Markt von Karaköy. Dort kann man frischen Fisch kaufen oder ihn in Restaurants wie dem Lokanta Maya verkosten. Es eröffnete im Jahr 2010, in dem das Stadtviertel wiederentdeckt wurde. Seine Umwandlung zum Hipster-Ziel hat vielleicht mit der Nähe von Beyoglu zu tun, dem trendigen Stadtviertel schlechthin. Dort eröffnete das erste Bilstore-Geschäft, ein Concept Store mit Designerkleidung und -accessoires, und hier befinden sich auch die Kunstgalerien und trendigen Cafés. SALT Beyoglu und SALT Galata sind zwei dieser neuen Treffpunkte für die Jugend. Es handelt sich um Buchhandlungen, in denen Ausstellungen stattfinden und Filmvorführungen organisiert werden.
Als Kontrast zu den kosmopolitischen Vierteln der Stadt wählen wir einen alternativen Ort im Osten, um den Sonnenuntergang über der Skyline Istanbuls zu betrachten. Zu dieser Tageszeit füllt sich auf der asiatischen Seite der Hafen von Üskudar mit Touristen und Einheimischen, die sich auf türkischen Teppichen niederlassen und ihre Smartphones zücken. Der Leanderturm inmitten des Bosporus ist eine wunderbare Kulisse für die Abenddämmerung.
360 East Moda
Die asiatische Seite erobert ihre Besucher jedoch nicht nur mit Sonnenuntergängen, sondern auch mit ihrem Essen. In Çiya Sofrasi in Kadiköy spielt die traditionelle türkische Gastronomie die Hauptrolle. Das 360 East Moda, Restaurant und Diskothek auf der Terrasse des Hotels Hilton Doubletree, ist hingegen der Ort, wo man sich mit dem Jetset der Stadt tummelt. Wie die Stadt hat auch dieser Club ein Standbein am asiatischen Ufer des Bosporus und ein zweites in Europa: in Beyoglu befindet sich der Zwillingsclub 360º Istanbul.
Lokum und andere Süßigkeiten im Großen Bazar
 

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