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Foto: © Shakespeare Birthplace Trust

Daheim bei Shakespeare

2016 wird ein Shakespeare-Jahr. Zum 400. Todestag zeigt Stratford-upon-Avon in England das beste Werk des Dichters: seine Heimat.
400 Jahre nach seinem Tod bietet Google 113 Millionen Treffer mit seinem Nachnamen. Shakespeare ist der berühmteste Schriftsteller in englischer Sprache und seine Theaterstücke sind die meistaufgeführten der Welt. Alle vier Stunden wird irgendwo auf der Welt Macbeth aufgeführt. Der legendäre Film „West Side Story“ basiert auf der tragischen Geschichte von Romeo und Julia, Hamlet diente als Inspiration für Disneys Werk „Der König der Löwen“. Das literarische Vermächtnis bestätigt die Behauptung des englischen Dramaturgen Ben Jonson: „Shakespeare gehört nicht zu einer einzigen Epoche, sondern zur Ewigkeit.“
Ein Schauspielerteam kocht und füttert die Tiere, um das Leben auf dem Bauernhof der Familie der Mutter des Schriftstellers nachzustellen.
Foto: © Shakespeare Birthplace Trust

Die Vorstellung kann beginnen

Die Royal Shakespeare Company ist die wichtigste Theaterkompanie Englands und bringt die Werke des Dramaturgen auf die Bühne. Obwohl sie das ganze Land bereist, werden die meisten Werke in den Theatern Royal Shakespeare und Swan in Stratford-upon-Avon aufgeführt.

Shakespeare veränderte die Geschichte der Literatur. Um jedoch seine eigene Geschichte kennenzulernen, muss man nach Stratford-upon-Avon reisen, wo er 1564 geboren wurde. Wir werden von Häuserreihen im Tudor-Stil mit Holzdächern empfangen. Eines hebt sich jedoch durch seine Größte ab: das Geburtshaus des Dramaturgen, dessen Vaters ein wohlhabender Händler war.
Das Leben Shakespeares ist eine Unbekannte. Seine Spur verläuft sich im Jahr 1585 im Nichts. Jahrzehnte später taucht er als namhafter Schriftsteller wieder in London auf. Seine Kinder und seine Ehefrau, Anne Hathaway, lebten zu dieser Zeit im Dorf. Das Ehepaar führte eine mehr als komplizierte Beziehung: Der Dramaturg brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass ihre sterblichen Überreste nicht neben seinen die letzte Ruhe finden sollten. Das war nicht die einzige Abfuhr: In seinem Testament hinterließ er ihr „sein zweitbestes Bett“. Als sein Sohn elfjährig verstarb, inspirierte ihn dieses Ereignis zu seinem Werk Hamlet. Die Erstgeborene des Ehepaars, Susan, heiratete einen Arzt. Sie lebten in Hall’s Croft, das heute besucht werden kann. Das Haus sieht größtenteils noch genauso aus wie im 17. Jahrhundert. Es ist auch möglich, das Haus von Anne Hathaway zu besuchen. Einige Originalmöbel der Familie sind erhalten, einschließlich dem Himmelbett von Anne.
Das Royal Shakespeare Theater befindet sich am Ufer des Avon. Es kann auch nachts besucht werden.
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere kehrte Shakespeare als wohlhabender Mann in sein Dorf zurück. Er kaufte ein Haus, das er New Place nannte. Es wurde zwar 1759 abgerissen, aber die Stiftung, die sein Vermächtnis verwaltet, wird es im Juli 2016 wiedereröffnen. Es wird eine Ausstellung mit Gegenständen aus dem Leben des Schriftstellers beherbergen, die bei archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden.
Der Fluch funktionierte: Niemand hat es gewagt, die Gebeine des Schriftstellers zu berühren, nicht einmal bei der Reparatur des Grabsteins im Jahr 2008.
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Aufgrund einer Abweichung der Kalender verstarb Shakespeare für die Engländer am 23. April 1616, während sein Todestag in den katholischen Ländern der 3. Mai war. Dies ist nicht die einzige Diskrepanz rund um den Autor: manche zweifeln sogar an seiner Existenz. Eine Gruppe englischer Intellektueller veröffentlichte ein Dokument, welches die Urheberschaft seiner Werke hinterfragte.
Aber Theorien beiseite. Statford bereitet seine Hommage für die Person vor, die auch als „Barde von Avon“ bekannt war. Der Bauernhof der Familie seiner Mutter öffnet von März bis Oktober. Das Swan-Theater (der Royal Shakespeare Company) beherbergt eine Ausstellung mit Requisiten, die in den Werken des Dramaturgen verwendet wurden. Die örtliche Schule, an der er lernte, wird ihre historischen Installationen erneut dem Publikum präsentieren. Hier machte Shakespeare seine erste Begegnung mit der Literatur.

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